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Konflikt um Haushaltstätigkeiten in Paaren mit Doppelverdienern: Eine psychologische Analyse, warum Gerechtigkeit so schwer fassbar erscheint

In Beziehungen mit Doppelverdienern beginnt der Konflikt über die Haushaltsaufteilung selten mit Feindseligkeit. Er beginnt normalerweise mit Erschöpfung. Zwei Menschen arbeiten, tragen finanziell bei und glauben—oft aufrichtig—dass die Dinge „meistens fair“ sind. Doch im Laufe der Zeit häufen sich kleine Irritationen. Eine Person fühlt sich überlastet. Die andere fühlt sich unfair kritisiert. Streitigkeiten entstehen nicht nur darüber, wer was gemacht hat, sondern auch darüber, warum es unsichtbar wirkt, warum es als erwartet erscheint und warum Wertschätzung asymmetrisch zu sein scheint. Was den Konflikt um die Haushaltsarbeit in Paaren mit Doppelverdienern so hartnäckig macht, ist, dass er an der Schnittstelle von Gleichheitsidealen und tief verwurzelten psychologischen Mustern sitzt. An der Oberfläche unterstützen beide Partner möglicherweise Gerechtigkeit. Unter dieser Oberfläche liegen jedoch Unterschiede in der Wahrnehmung, Sozialisierung, emotionaler Arbeit und Identität. Dies...

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